130 Jahre: Ehemalige - Wiedersehen mit vielen Urgesteinen

Traditions-Kick VfL Hamm besiegt im Ehemaligenspiel den VfB Wissen mit 5:1

Hamm. Anlässlich des 130-jährigen Bestehens des VfL Hamm begann am Freitag das zehntägige Festprogramm. Zum Auftakt fand ein Ehemaligen-Spiel zwischen dem VfL und dem Lokalrivalen VfB Wissen statt.

Zwar fehlten urlaubsbedingt einige „Legionäre“ aus den damaligen glanzvollen Oberliga-Zeiten der Vereine, dennoch trafen sich auf und neben dem Platz viele alte Bekannte wieder.

Für Hamm waren unter anderem Stefan Löffler, Björn Hoffmann, Colin Bell, Jörg Mockenhaupt, Thomas Meffert und Frank Brox noch Mal am Ball. Auf Seiten des VfB streiften sich beispielsweise Volkmar Wollny, Josef Geißler, Bernd Mockenhaupt, Dirk Teubert, Jörg Becher und VfB-Urgestein Michael Ferfort das Trikot noch ein Mal über.

Das prestigeträchtige Derby lockte früher über 2000 Zuschauer in die Stadien, am Freitagabend waren 300 Fußballfreunde nach Hamm gekommen und sahen einen am Ende deutlichen 5:1-Sieg der VfL-Ehemaligen. Natürlich ging es nicht mehr so hoch her wie zu den damaligen Zeiten, als die Rhein-Zeitung vom Derby im November 1991 vom Abbrennen von bengalischen Feuern berichtete. Oder ein Jahr später, als der damalige VfL-Trainer Otto Jaworski auf der Pressekonferenz nach dem Spiel von VfB-Zuschauern beschimpft wurde und daraufhin den Raum verließ.

An solche Reiberein erinnert sich auch der langjährige Betreuer des VfB, Uwe Mertens. „Das war früher ein Hauen und Stechen. Die Rivalität war groß, allein wegen der vielen Spielerwechsel von Wissen nach Hamm und umgekehrt. Aber das war mehr im Umfeld. Die Spiele liefen immer sportlich fair ab, die Spieler kannten sich ja alle untereinander“, blickt er zurück.



Ähnliches weiß Rainer Müller, seit 53 Jahren VfL-Mitglied und ehemaliger Spieler. „Das Derby war früher ein absolutes Highlight. Die Spannungen waren im Umfeld größer als auf dem Platz. Meistens haben sich ja die Zuschauer in die Haare gekriegt“, sagt er.

Einer der als Spieler auf beiden Seiten stand ist Stefan Löffler. 1990 wechselte er vom VfB Wissen nach Hamm und erinnert sich. „Das war schwierig früher zwischen den Verein. Es ging ja damals noch um Ablösesummen und da die Vereine sich nicht einige wurden war ich die ersten Spiele gesperrt. Aber sowohl für den VfL als auch für den VfB waren das damals goldene Zeiten.“

Die Rivalität lebte in der jüngsten Vergangenheit wieder auf. In der abgelaufenen Saison in der Kreisliga A lieferten sich Hamm und Wissen lange Zeit ein Kopf-an-Kopf Rennen um den Aufstieg. Am letzten Spieltag sicherte sich der VfL die Meisterschaft und geht in der neuen Saison in der Bezirksliga auf Punktejagd. Und viele Fußballfreunde würden sich sicherlich freuen, wenn das Derby auch bald wieder auf überkreislicher Bühne stattfinden würde.

Désirée Birk

   

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